Neuigkeiten und Veröffentlichungen

Schwer verwertbare Papierfasern werden recycelbar – Veröffentlichung der DBU

München, 19. November 2025 – Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat mit rund 640.000 Euro ein Projekt gefördert, das ein trockenes Zerkleinerungsverfahren und eine digitale Rohstoffplattform entwickelt, um bisher kaum recycelbare Papier- und Kartonmaterialien nutzbar zu machen.
Produkte wie Getränkepappbecher oder stark beschichtetes Verpackungspapier, die beim herkömmlichen Nassrecycling ausfallen, können so einer neuen Verwendung zugeführt werden.
Im Testbetrieb wurden bereits über 50 Tonnen Trockenfasern erfolgreich aufbereitet und industriell eingesetzt – etwa in Papiermaschinenversuchen und als Dämmstoffe oder Verpackungsmaterialien.
Die Initiative zeigt, wie sich mit innovativer Technik und datenbasierten Plattformen die Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft für Cellulose­fasern voranbringen lassen – ein Schritt für Klima­schutz und Bio­ökonomie.

Zur DBU-Meldung


Recycling Magazin Trockenverfahren Papier

copyright M. Schaub

RECYCLING magazin stellt bahnbrechendes Trockenverfahren für das Papierrecycling vor

München, 16. Oktober 2025 – In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das RECYCLING magazin über ein neues Trockenzerfaserungsverfahren, das das Recycling von bislang schwer verwertbaren Papieren ermöglichen soll. Entwickelt wurde die Technologie von fiber-rec in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und dem Münchener Unternehmen ROHPROG.

Das Verfahren eröffnet neue Wege für die Verwertung von nassfesten und beschichteten Papieren, die bisher als Problemstoffe galten. Dazu gehören unter anderem Kaffeebecher, Servietten, Etiketten oder Verpackungspapiere, deren wasserabweisende Beschichtungen ein herkömmliches Recycling verhindern. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr rund zwei Millionen Tonnen solcher Materialien in Europa verbrannt.

Das innovative Trockenverfahren arbeitet ohne Wasser und nutzt stattdessen Luftturbulenzen und Druckverhältnisse in einem Rotor-Stator-System, um die Fasern schonend voneinander zu lösen. Auf diese Weise bleiben die Fasern nahezu unbeschädigt und können wieder in der Papierproduktion eingesetzt werden.

In einer Demonstrationsanlage bei ROHPROG in München wird die Technik bereits erfolgreich erprobt. Die Ergebnisse zeigen: Das Verfahren ist praxistauglich und könnte künftig Millionen Tonnen zusätzlicher Faserstoffe in den Wertstoffkreislauf zurückführen.

Laut dem Bericht des RECYCLING magazin könnte die Trockenzerfaserung zum Gamechanger der Papierindustrie werden – besonders dann, wenn sie mit moderner Sortiertechnik und künstlicher Intelligenz kombiniert wird.

Download Artikel


Auszeichnung industrielle Bioökonomie

Im Rahmen der Hannover-Messe 2024 erhielt die Kooperation eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für die weitere Expansion in Verarbeitungsmöglichkeiten und Kapazitäten.

Der parlamentarische Staatssekretär Stefan Wenzel übergab den Förderbescheid und gratulierte zu dieser großartigen Innovation im Recyclingbereich.